Caritassammlung vom 26.02. bis 06.03.18

Unter dem Motto: Caritas- Gemeinsam für Menschen in Not findet vom 26. Februar bis 06. März 2018  die Caritassammlung statt.

Die Caritassammlung wird in vielen Pfarreien mithilfe von Überweisungsträgern durchgeführt. In einigen Gemeinden gehen auch ehrenamtliche Caritas-Sammlerinnen und Sammler in diesen Tagen von Haus zu Haus.

Sie können sich durch einen Ausweis und der offiziellen Sammelliste ausweisen und bitten um eine Spende für die vielfältige des Caritasverbandes und soziale Notlagen in der Pfarrei. Gleichzeitig haben die SammlerInnen ein Ohr für die Anliegen der Menschen. Armut und Einsamkeit im Alter, psychische Erkrankungen, Schicksalsschläge, die einen aus der Bahn werfen, und unverschuldete Notlagen sind vielfältig und können Jeden treffen.

In den Fachdiensten und Einrichtungen der Caritas werden Menschen in schwierigen Lebenslagen beraten und begleitet. Gemeinsam wird mit ihnen nach individuellen Lösungen gesucht. In einem regionalen Netzwerk arbeitet die Caritas mit Engagierten, den kirchlichen Diensten und Einrichtungen, anderen Fachdiensten, Ämtern und Behörden, zusammen.

Die Beratungsangebote  der Caritas sind kostenlos uns stehen allen Menschen offen, unabhängig von Herkunft oder Religion.

Der Caritasverband dankt allen Unterstützern, ob bei der Sammlung oder durch eine Spende. Gemeinsam können wir viel bewegen.

 

Spendenkonto:

Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Schweinfurt e.V.

DE28 7935 0101 0000 0140 50 BYLADEM1KSW Sparkasse Schweinfurt

 

Transparente Verwendung der Spenden

  • Die Gelder, die bei der Caritas-Sammlung zusammen kommen, verbleiben in der Region:
  • 30 % der Caritas-Sammlung verbleibt in den Pfarreien. Hierüber kann jede Gemeinde selbst frei verfügen. Direkt und ganz nah an den Menschen, die im Ort Hilfe benötigen.
  • 30 % fließen an den Caritasverband in der Diözese Würzburg und werden für regionale Hilfsprojekte der verbandlichen Caritas für Menschen in Not eingesetzt.
  • 40 % erhält der örtliche Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Schweinfurt. Mit den Spendengeldern werden Beratungsdienste finanziert, für die der Staat keine Gelder bereit stellt.
  • Jeder Caritassammler kann sich durch einen Ausweis und die offizielle Sammelliste ausweisen.
  • Die eingegangenen Spendengelder werden beim Caritasverband Schweinfurt ohne Abzug von Verwaltungskosten und ohne großen bürokratischen Aufwand dort eingesetzt, wo Hilfe unmittelbar gebraucht wird.
  • Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bestätigte, dass die Caritas mit dem niedrigsten Satz an Verwaltungskosten auskommt. Der Umgang mit Geld bei der Caritas wird durch verschiedene, voneinander unabhängige Stellen wie der Bischöflichen Finanzkammer, dem Bundes- und Landesrechnungshof, den Kommunen, unabhängigen Prüfgesellschaften und dem Finanzamt geprüft.

Neuer Bischof

Wir haben einen neuen Bischof!
Er heißt Franz Jung und war bisher Generalvikar in Speyer. Franz Jung ist 51 Jahre alt und in Mannheim geboren und in Ludwigshafen ausgewachsen.
Man sagt von ihm, dass er ein “entscheidungsstarker Gestalter mit strategischem Weitblick” sei.
Dies ist für unsere pastorale Umstrukturierung der Zukunft hoffentlich von Vorteil.
Wir wünschen ihm einen guten Start in sein bedeutendes Amt und hoffen, dass er zum Caritasverband als Sozialdienst der katholischen Kirche gute Kooperation sucht.

Herz, worauf wartest du? Lieben kannst du sofort.

Johannes vom Kreuz, spanischer Mystiker

Spirituelle Impulse zur Fastenzeit

 

Als Jesus weiterging, sah er einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Matthäus auf und folgte ihm.

Und als Jesus in seinem Haus beim Essen war, kamen viele Zöllner und Sünder und aßen zusammen mit ihm und seinen Jüngern.

Als die Pharisäer das sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: Wie kann euer Meister zusammen mit Zöllnern und Sündern essen?

Er hörte es und sagte: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.

Darum lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer. Denn ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten.

Matthäus, 9,9-13

 

Wo die Liebe wohnt, blüht das Leben auf

“Jesus weiß: Nur wenn man dem anderen offen begegnet, ohne Vorbedingungen, warmherzig, zugleich deutlich und bestimmt, dann kann er sich auch öffnen. Jesus hört nicht auf das selbstzufriedene, moralische Gewäsch – er interessiert sich für den Menschen, so wie er ist. So sitzt er am Tisch mit Huren, spricht mit Ehebrechern, Steinewerfern und Ungläubigen. Pure Verheißung: Du steckst in keiner Schublade!”

Susanne Breit- Kessler, evangelische Regionalbischöfin

Aktionstage für Firmlinge

Zusammenhalt erleben- Vorurteile verstehen- Ausgrenzung abbauen

Ausgrenzung, Vorurteile und Mobbing erleben viele Kinder und Jugendliche im Landkreis Schweinfurt in ihrem Schulalltag hautnah. Diese persönlichen Erfahrungen sorgten für eine sehr lebendige Beteiligung der Firmlinge  an den Aktionstagen , den der  Caritasverband in Kooperation mit den jeweiligen Pfarrgemeinden angeboten hatte. Die Sozialpädagoginnen des Fachdienstes Gemeindecaritas, Susanne Gessner und Marion Hammer, hatten abwechslungsreiche Module vorbereitet, die je nach den Wünschen vor Ort zusammengestellt wurden. In Marktsteinach nahmen über 60 Firmlinge aus drei umliegenden Pfarreigemeinschaften teil, aufgeteilt in drei Gruppen zu ca. 20 Jugendlichen, die sich für je 90 Minuten dem Thema stellten. In Heidenfeld investierten die 18 Firmlinge der Pfarreigemeinschaft einen ganzen Samstag, um sich ausgiebig mit Ausgrenzung und Vorurteilen zu beschäftigen.

Die Kinder und Jugendlichen erfuhren, wie Vorurteile entstehen und konnten mit viel Spaß bei erlebnispädagogischen Elementen spüren, wie gut Vielfalt für die Gemeinschaft ist. Besonders interessiert waren sie bei den persönlichen Erzählungen von der Arbeit des Caritasverbandes mit Randgruppen, seien es unbegleitete minderjährige Flüchtlinge oder langzeitarbeitslose Menschen.

 

Befragt nach ihren Erfahrungen, Einstellungen und Wünschen konnten die Jugendlichen ihre ganz persönlichen Vorstellungen einbringen. Das diese enge Zusammenarbeit zwischen Kirche und Caritas wichtig und sinnvoll ist machte ihre Antwort auf die Frage  “Was bedeutet Religion für dich?” deutlich. Viele Firmlinge antworteten: “Religion ? Ist für mich ein Schulfach”. Dass der christliche Glaube mehr zu bieten hat als trockenes Schulwissen, dass er tatsächlich mit dem eigenen Leben zu tun hat, konnten die Jugendlichen lebensnah erfahren.

Die Firmlinge, als nächste Generation die Zukunft  der katholischen Kirche, bewiesen am Aktionstag jedoch auch, dass die christlichen Grundwerte für sie noch große Bedeutung haben: Nahezu alle nannten als wichtigsten Wunsch zur Veränderung “Frieden in der Welt”.

Die “CARITASche” trägt

Mit 5 € ganz konkret helfen

Dank einer großzügigen privaten Spende konnte das Projekt „CARITASche“ erfolgreich an den Start gehen. Bereits vor Weihnachten wurden die ersten Taschen ausgegeben.

 

Immer wieder kommen Menschen in akuten Notfällen zur Caritas, die kein Geld mehr haben für einen Lebensmitteleinkauf.  Meist entstehen diese persönlichen Notsituationen durch außergewöhnliche Ereignisse, die mit unerwarteten Kosten verbunden sind z.B. Ausgaben für eine Reparatur.

Die hohe Armutsgefährdung in Schweinfurt spüren die Sozialpädagogen des Allgemeinen Sozialen Beratungsdienst (ASBD) des Caritasverbandes deutlich. Häufig sind kinderreiche Familien oder Alleinerziehende betroffen. Wie die Studie der Bertelsmann Stiftung 2016 veröffentlichte, belegt Schweinfurt mit 21,9 % den traurigen ersten Platz als Stadt mit der höchsten Kinderarmut in Bayern. Der ASBD berät jedoch auch immer mehr Senioren, deren Rente zum Leben kaum reicht.

Die Mitarbeiterinnen im ASBD helfen den Betroffenen,  Problemstellungen zu sortieren und unterstützen bei der Suche nach Lösungen. Sie geben Information und Beratung z.B. in dem sie Ansprüche auf staatliche Hilfen prüfen und  bei der Antragstellung helfen. Dies dient der langfristigen Verbesserung der Lebenssituation.

Akut jedoch steht der betroffene Mensch mit leeren Händen da und weiß nicht, wie er die benötigten Lebensmittel für die nächste Mahlzeit bezahlen soll.

Für diese besonderen persönlichen Notfälle hat sich die Vergabe von  Caritas- Taschen mit einem Notfall- Set an Lebensnotwendigem bewährt. Abgestimmt auf die spezielle Bedarfsgruppe, zum Beispiel Baby-Tüten mit Säuglingsnahrung und Windeln oder Grundnahrungsmittel für Senioren, kann damit große akute Not schnell und einfach gelindert werden. Da die Taschen nur in akuten Einzelfällen abgegeben werden, ersetzen sie nicht das wertvolle Angebot der Tafel e.V. in Schweinfurt.

Organisation, Verwaltung und Verpackung finanziert der Caritasverband selbst. Unter dem Slogan „Die CARITASche trägt“ werden Taschen mit dem Aufdruck „Ein Lächeln ist wie Respekt. Es kostet nix und steht jedem“ bedruckt.

Diese “Caritaschen” werden direkt an Menschen in akuter Notlage verteilt. Ihre Spende kommt also 1 : 1 bei Menschen in Not in Stadt und Landkreis Schweinfurt an. Gern stellen wir Ihnen auch eine Spendenquittung aus.

Besonderheiten des Projektes:

  • direkte, konkrete Hilfe
  • Hilfe für Menschen in Schweinfurt Stadt und Land
  • Hilfen für besondere Zielgruppen (Kinder, Senioren)
  • gut geeignet auch für Spendenaktionen mit Firmlingen, Schülern,..
  • Begleitveranstaltungen können kostenfrei gebucht werden (z.B. zum Thema Armut in Schweinfurt)
  • Gern informieren wir die Spender über Hintergründe

Gern beantworte ich Ihre Fragen zum Projekt:

Marion Hammer

hammer@caritas-schweinfurt.de

09721/ 715834

 

Frischer Wind für die Stadtkirche Schweinfurt- Ergebnisse der Veranstaltung

Mehr Öffentlichkeitsarbeit und Informationsaustausch– das war der am häufigsten geäußerte Wunsch der engagierten Christinnen und Christen bei der ersten „Mitdenkwerkstatt“ der Stadtkirche  am 25. Januar 2018.

Zu der Veranstaltung hatten die Stadtpfarrei, die Ehe- und Familienseelsorge und der Caritasverband eingeladen, um allen Gläubigen in Schweinfurt eine aktive Beteiligung an der Entwicklung der katholischen Kirche in Schweinfurt zu ermöglichen.

„Frischer Wind“ als „Wind of Change“

Mit dem berühmten Lied von den Scorpions setzte Birgit Kestler von der Ehe- und Familienseelsorge einen spirituellen Impuls, der für die Entwicklung der Stadtpfarrei „Heilig Geist“ nicht passender sein könnte.  Als brausender Wind der Veränderung, als „Wind of Change“, wird der Heilige Geist in der Bibel vielfach als Symbol verwendet. Birgit Kestler erinnerte an den Mauerfall und an die Veränderung in der Gesellschaft, die nicht nur die katholische Kirche betrifft. Das wir Katholiken die Zeichen der Zeit für eine sinnvolle Anpassung nutzen sollten, machte Birgit Kestler mit einer chinesischen Weisheit deutlich: “Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die Einen Schutzmauern, die Anderen bauen Windmühlen.”

Das „Schiff, dass sich Gemeinde nennt“ hat sich verändert

Statt einer Windmühle wählte Marion Hammer die Metapher eines „Segelschiffs im Wind“, um mit den Teilnehmern ihre persönlichen Eindrücke und Erfahrungen mit der Kirche zu sammeln. Was gibt uns „Wind in den Segeln“-was macht Mut? Was gibt uns Gegenwind“-was macht uns Schwierigkeiten? Anhand verschiedener Leitfragen konnte der reiche Erfahrungsschatz der Teilnehmer festgehalten werden.

In Kleingruppen konnten die Christinnen und Christen mit Diakon Joachim Werb, Birgit Kestler, Marion Hammer und untereinander an Thementischen diskutieren. Die eigenen christlichen Überzeugungen waren Grundlage beim Austausch um die Frage, was für die Gemeinde wichtig ist und wofür es sich lohnt, als Christ zu „kämpfen“.

Die Be- geist- erung für den christlichen Glauben war unter den motivierten Teilnehmern deutlich zu spüren.

Anschließend hielten die Engagierten ihre Ideen, Wünsche und Visionen für die Stadtkirche Schweinfurt fest. Konkrete Ideen wie eine „Sprechstunde“ waren ebenso dabei wie grundlegende Wünsche nach mehr Transparenz und Kommunikation.

Nachdem uns Jesus seine Gegenwart schon bei zwei oder drei in seinem Namen Versammelten versprochen hat, waren wir als Veranstalter mit den motivierten acht Teilnehmern sehr zufrieden. Alle Ergebnisse werden an den Stadtpfarrer und an die Gremien in der Stadtkirche weiter gegeben.

 

 

Hintergrund Informationen

Die Idee zur Veranstaltung

Mit der Gründung der Stadtpfarrei Heilig Geist im Jahr 2017 hat sich die kirchliche Struktur in Schweinfurt verändert. Nach jahrelanger Diskussion um diese neue Struktur in unzähligen Sitzungen hatten viele Ehrenamtliche den Wunsch geäußert, mehr an der inhaltlichen, spirituellen Ausrichtung beteiligt zu werden. Marion Hammer,  Sozialpädagogin im Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Schweinfurt, griff diesen Impuls vieler Ehrenamtlicher gerne auf. Birgit Kestler von der Ehe- und Familienseelsorge für Stadt und Landkreis Schweinfurt ließ sich spontan für die Idee begeistern, da auch sie das Bedürfnis nach spirituellem Engagement bei vielen Gläubigen wahrgenommen hatte. Die Veranstaltung sollte möglichst offen sein und Gelegenheit bieten, sich über christliche Gemeinschaft in Schweinfurt auszutauschen, ohne Strukturdebatten zu führen und organisatorische Aufgaben lösen zu müssen. Sie sollte Raum geben, um Ideen für eine frische, moderne Kirche zu sammeln. Damit sollte die Veranstaltung ausdrücklich keine „Gegenveranstaltung“ zur Sitzung der Pfarrgemeinderäte und Kirchenverwaltungen sein, sondern allen Interessierten und auch neu Zugezogenen offen stehen.

Der Stadtpfarrer Joachim Morgenroth war sofort zur Mitarbeit bereit. Leider führte sein vielfältiges Aufgabengebiet mit vollem Kalender zu einer Terminüberschneidung. Um die Ideen auch wirklich in das pastorale Team der Stadtpfarrei einzubringen, war Joachim Werb, Diakon und pastorales „Gesicht vor Ort“ in St. Anton,

sofort zur Mitgestaltung der Veranstaltung bereit.

 

Was macht die Caritas in der Kirche?

Der Caritasverband als Sozialdienst der katholischen Kirche ist ein Teil der Stadtkirche und damit „Matrose” an Bord des „Gemeindeschiffes“. Der Fachdienst Gemeindecaritas hat zur Aufgabe, den diakonischen Auftrag der Kirchengemeinde zu unterstützen, also den christlichen Auftrag zur Nächstenliebe in verschiedenster Form zu fördern, zu begleiten und zu stärken. Der Fachdienst Gemeindecaritas kann von allen Interessierten, die soziale Projekte initiieren möchten, kostenfrei angefragt werden. Die Sozialpädagoginnen unterstützen Gruppen vor Ort, fördern das ehrenamtliche Engagement und suchen gemeinsam mit Ihnen individuelle Lösungen für das konkrete

Anliegen.

Die Ergebnisse der Veranstaltung können hier als pdf aufgerufen werden:

Ergebnisse Frischer Wind-1

Hier wurden die Ergebnisse zur besseren langfristigen Werwertbarkeit im Schema einer SWOT- Analyse übertragen:

Ergebnisse der Veranstaltung SWOT-2