Caritasverband

Stadt und Landkreis Schweinfurt

Kulturelle Vielfalt genießen am internationalen Frauentag

konnten die vielen Gäste beim internationalen Brunch am 08. März im Zentrum casa Vielfalt.

Köstliche Speisen aus ihrer Heimat Ghana, Somalia, Italien, Syrien, Deutschland und der Ukraine hatten viele fleißige Helferinnen und Helfer gezaubert und zu einem großen bunten Buffet zusammengestellt.

Schon im Gottesdienst um 10.30 Uhr, mit vorbereitet durch Mitarbeiterinnen des Caritasverbandes Schweinfurt, ging es um die Rechte der Frauen in der Welt. Im Eingangsbereich hatten sie eine „Mauer“ errichtet, kreativ gestaltet aus einem Blumenkasten mit Windfang, der mit Mauertapete zugehängt war. Diese störende „Dekoration“, die störend mitten im Weg stand, erzeugte manches Stirnrunzeln. Die Aufklärung erfolgte bei der Hinführung, bei der Marion Hammer, Koordinatorin des Zentrums casa Vielfalt erklärte:

„Wir rennen gegen Wände

sind umgeben von einer Mauer des Schweigens

wir stehen mit dem Rücken zur Wand 

kämpfen gegen Mauern in den Köpfen

und nutzen die Steine, die uns in den Weg gelegt werden,

um Brücken zu bauen

… Dem Gefühl gegen eine Wand zu laufen, haben Sie gerade beim Hereinkommen nachspüren können. Es ist nicht schön. Es schließt aus. Es sperrt einen ab. Es hindert am Weiterkommen. Und so ist ein starkes Symbol für die Situationen von Frauen, die weltweit noch ausgebeutet und unterdrückt werden- einfach weil sie Frauen sind und ihnen deshalb weniger Rechte und Wert zugesprochen werden.“

Foto: Hubert Goldstein
Foto:Hammer

Im Laufe des Gottesdienstes wurde die „Mauer“ auf Rollen durch den Kirchenraum bewegt und bei den Fürbitten mit Blumen geschmückt. Nach der Kommunion gab es einen Impuls der Hoffnung, dabei wurde die Mauertapete entfernt und die Besucherinnen und Besucher eingeladen, ihre Hoffnungsgedanken zu teilen und die Wand mit bunten Blüten der Hoffnung aufblühen zu lassen.

Nach dem Gottesdienst konnten die Gäste im Antoniussaal beim gemeinsamen Brunch mit den internationalen Spezialitäten gemütlich ins Gespräch kommen. Zu den rund 40 angemeldeten Gästen, die die Veranstaltung im Programmheft der Schweinfurter Frauenwochen entdeckt hatten, kamen noch rund 40 Gäste, die sich durch den Gottesdienst spontan herzlich eingeladen fühlten. Schnell wurde durch das Team des casa Vielfalt einige extra Tische aufgestellt, so dass alle einen Sitzplatz fanden.

Foto:Hammer

Neben den leckeren Speisen konnten die Gäste die Gemeinschaft, die interessanten Gespräche und das lebendige Miteinander genießen. Zwei junge Frauen, die sich gerade auf die Firmung vorbereiten, unterhielten die Gäste mit einem interkulturellen Bingo Spiel, wodurch es zu regem Austausch kam.

Eine interessante Ausstellung informierte über die Lebenssituation von Frauen in verschiedenen Ländern weltweit und hier in Schweinfurt. Freiwillige aus Syrien, Ghana, Somalia und der Ukraine hatten diese mit viel Mühe und Sorgfalt vorbereitet, so dass die Besucherinnen und Besucher authentische Berichte über die Situation in den Ländern erhielten.

Im Foyer des Zentrums casa Vielfalt schließlich informierte eine 3 Meter lange Zeitleiste über die Entwicklung der Frauenrechte in Deutschland, die bei manchen für überraschende Erkenntnisse sorgte. Außerdem sind einige herausragende Frauen vorgestellt, die sich über die Begrenzungen der Frauenrechte in ihrer Zeit hinweggesetzt hatten und durch ihren wertvollen Einsatz inspirieren.

Die Zeitleiste und einige der Ausstellungsstücke sind noch bis zum 17. März im Zentrum casa Vielfalt zu besichtigen.

Wir danken ganz herzlich unseren vielen fleißigen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Besonders danken wir auch unseren wunderbaren Kooperationspartner*innen aus den verschiedenen Ländern:

  • Viktoriia Syrgie, 1. Vorsitzende vom Ukrainischen Verein Barwa e.V. und die vielen Frauen aus der Ukraine, die mit ihren traditionellen Bekleidung und leckeren Speisen eine große Bereicherung für die Veranstaltung waren
  • Augustine Kusi Agyemang, der auf vielfältige Weise zum Erfolg beigetragen hat: nicht nur mit seinem Gesang im Gottesdienst, sondern auch mit Speisen aus Ghana, der Mitgestaltung der infowand über Ghana und der schließlich als freiwilliger Helfer überall anpackte, wo Hilfe nötig war
  • Dr. Reem Edrees, die trotz ihrer anstrengenden Arbeit in der Altenhilfe bei der Gestaltung des Plakates über Syrien half
  • Familie Omar Hassan, verschiedene Familienmitglieder halfen bei der Plakatgestaltung, sorgten für das somalisches „Mufu“ und schafften beim Buffet für freundliches Ambiente

Ohne euch wären solche Veranstaltungen nicht möglich!!

Herzlichen Dank den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern, Hauptamtliche des Caritasverbandes und Ehrenamtliche aus dem Team des casa Vielfalt: Ihr seid wunderbar!

Wer bei zukünftigen Veranstaltungen zur interkulturellen Begegnung im Zentrum casa Vielfalt mitwirken möchte, ist herzlich eingeladen. Wir freuen uns über neue Menschen im Team, die für Vielfalt und respektvolles Miteinander einstehen.

Melden Sie sich gern bei:

Koordinatorin Marion Hammer

Email: hammer@caritas-schweinfurt.de

Telefon: 09721/715834

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