Meditation zum Jahresbeginn

Das neue Jahr liegt vor uns. Unberührt wie ein weißes Schneefeld.
Man sagt ja es gibt kaum noch weiße Flecken auf den Landkarten dieser Erde.
Unser eigener Lebensweg führt uns jedoch in unser unentdecktes Lebens-Land.

Wir wissen nicht, wohin es uns bringen wird, welche Menschen wir kennenlernen werden.
Wir stellen uns gern vor, dass unser Weg klar vor uns liegt.

Doch gleichzeitig ist uns klar, dass dies eine Illusion ist. Unser Lebensweg entsteht im Gehen, jeden Tag wieder, durch die Entscheidungen die wir treffen. Von Gott zur Freiheit berufen dürfen wir unseren eigenen Weg finden, der oft erst im Rückblick klar zu erkennen ist.

Unsere Reise in dieses unentdeckte neue Lebensjahr birgt viele Möglichkeiten, viele Entscheidungen und viele Aufgaben.
Manchmal erscheinen uns die Aufgaben zu groß, zu schwer, unlösbar.

Foto:Hammer

Doch wir müssen sie nicht alle auf einmal lösen. Wenn wir jeden Tag nur einen Stein wegräumen, ist am Ende der Weg frei.
Wir unternehmen diese Lebensreise auch nicht allein. In solidarischer Gemeinschaft können wir uns gegenseitig Steine aus dem Weg räumen und miteinander ganz große Aufgaben erfüllen, an denen wir allein scheitern würden.

Foto:Hammer

Im christlichen Sinne sind wir dazu eingeladen und aufgerufen:
Gemeinschaft – liebe deinen Nächsten- wie dich selbst. Ein guter Wegweiser. Damit kommen wir nicht nur leichter voran auf unserem Weg, sondern auch sicherer und angenehmer.

Wünsche

Ich wünsche dir eine gesegnete Reise in dieses neue Lebensjahr und gute Weggefährten.

Ich wünsche dir einen Rucksack, der immer gefüllt ist mit Dingen, die dir auf dem Weg Kraft schenken.

Ich wünsche dir Überraschungen und Staunen und ruhige Tage, an denen du die Füße hochlegen kannst.

  Ich  wünsche dir Momente, in denen du spürst: du bist nicht allein, da ist jemand, der mit dir geht.

Und am Ende des Jahres, wenn du dein unentdecktes Lebensland erforscht hast, wünsche ich dir Zufriedenheit.

Marion Hammer