Zusammenhalt erleben- Vorurteile verstehen- Ausgrenzung abbauen

Ausgrenzung, Vorurteile und Mobbing erleben viele Kinder und Jugendliche im Landkreis Schweinfurt in ihrem Schulalltag hautnah. Diese persönlichen Erfahrungen sorgten für eine sehr lebendige Beteiligung der Firmlinge  an den Aktionstagen , den der  Caritasverband in Kooperation mit den jeweiligen Pfarrgemeinden angeboten hatte. Die Sozialpädagoginnen des Fachdienstes Gemeindecaritas, Susanne Gessner und Marion Hammer, hatten abwechslungsreiche Module vorbereitet, die je nach den Wünschen vor Ort zusammengestellt wurden. In Marktsteinach nahmen über 60 Firmlinge aus drei umliegenden Pfarreigemeinschaften teil, aufgeteilt in drei Gruppen zu ca. 20 Jugendlichen, die sich für je 90 Minuten dem Thema stellten. In Heidenfeld investierten die 18 Firmlinge der Pfarreigemeinschaft einen ganzen Samstag, um sich ausgiebig mit Ausgrenzung und Vorurteilen zu beschäftigen.

Die Kinder und Jugendlichen erfuhren, wie Vorurteile entstehen und konnten mit viel Spaß bei erlebnispädagogischen Elementen spüren, wie gut Vielfalt für die Gemeinschaft ist. Besonders interessiert waren sie bei den persönlichen Erzählungen von der Arbeit des Caritasverbandes mit Randgruppen, seien es unbegleitete minderjährige Flüchtlinge oder langzeitarbeitslose Menschen.

 

Befragt nach ihren Erfahrungen, Einstellungen und Wünschen konnten die Jugendlichen ihre ganz persönlichen Vorstellungen einbringen. Das diese enge Zusammenarbeit zwischen Kirche und Caritas wichtig und sinnvoll ist machte ihre Antwort auf die Frage  "Was bedeutet Religion für dich?" deutlich. Viele Firmlinge antworteten: "Religion ? Ist für mich ein Schulfach". Dass der christliche Glaube mehr zu bieten hat als trockenes Schulwissen, dass er tatsächlich mit dem eigenen Leben zu tun hat, konnten die Jugendlichen lebensnah erfahren.

Die Firmlinge, als nächste Generation die Zukunft  der katholischen Kirche, bewiesen am Aktionstag jedoch auch, dass die christlichen Grundwerte für sie noch große Bedeutung haben: Nahezu alle nannten als wichtigsten Wunsch zur Veränderung "Frieden in der Welt".