„Vielfalt statt Einfalt“ – Internationaler Tag gegen Rassismus in Schweinfurt

„Vielfalt statt Einfalt“ unter diesem Motto steht in Schweinfurt der diesjährige Tag gegen Rassismus.

Am 21.03. verleiht deshalb eine Gemeinschaft verschiedener Organisationen unter Federführung des Caritasverbandes diesem Slogan Leben. Von 11:30 Uhr bis 14:30 Uhr gibt es auf dem Georg- Wichtermann- Platz verschiedene Aktionen, Spiele und reichlich Infomaterial zum Thema.

In Sharpeville/Südafrika wurde an eben diesem 21. März 1960 eine friedliche Demonstration gegen ein Apartheitsgesetz  blutig niedergeschlagen und hat 69 Menschen das Leben gekostet. In Reaktion darauf haben die Vereinten Nationen 1966 den 21. März als "Internationalen Tag zur Überwindung von Rassendiskriminierung" ausgerufen. Seitdem wird dieser Tag weltweit mit unterschiedlichsten Aktionen begangen.

Die Fachstelle für gesellschaftlichen Zusammenhalt des Caritasverbandes für die Stadt und den Landkreis Schweinfurt e.V. hatte kaum Probleme Partner für eine Veranstaltung an diesem Tag zu finden: „Oberbürgermeister Sebastian Remelé hat von sich aus angeboten, die Schirmherrschaft zu übernehmen. Das hat mich natürlich sehr gefreut und zeigt die ungebrochene Aktualität des Themas“, sagt die Leiterin der Fachstelle Judith Gläser. Im Pavillon des Caritasverbandes kann man deshalb auch in die Fußstapfen von OB Remelé treten und sich mit einem eigenen Spruch fotografieren lassen.  In einem Quiz lassen sich die Vorurteile prüfen und man erfährt einiges über Diskriminierung und Alltagsrassismus. Der Integrationsbeirat der Stadt Schweinfurt stellt zwei Pavillons und übernimmt einen Teil der Kosten. Gemeinsam mit der Wilhelm- Sattler- Realschule, der BOS/FOS Friedrich- Fischer und den Rathenau Schulen, die alle im Netzwerk „Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage“ aktiv sind, werden sie Infomaterial verteilen und mit Straßenmalkreide Teile des Platzes bemalen. Auch ein kleines Quiz zur Arbeit des Integrationsbeirates ist geplant. Außerdem teilen Schulen und Integrationsbeirat den Pavillon noch mit der  Diakonie, die ihre Buttonmaschine mitbringt. „Schweinfurt ist bunt“ freut sich auf angeregte Diskussionen und bringt natürlich auch einiges an Broschüren zum Thema mit.

„Der Platz wird sehr bunt werden“ verspricht Judith Gläser vom Caritasverband. Nicht nur die Straßenkunstwerke der Schüler und die Pavillons werden das Bild bestimmen, sondern 100 Luftballons, die in der Mitte des Georg- Wichtermann- Platzes aufgereiht sind, sollen die Vielfalt Schweinfurts verdeutlichen. Die Luftballons symbolisieren durch verschiedene Farben die unterschiedlichen Staatsangehörigkeiten der Bewohner Schweinfurts.

Wer kurzentschlossen noch Lust hat mitzumachen, kann sich gerne bei Judith Gläser, Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Schweinfurt e.V. informieren und anmelden: glaeser@caritas-schweinfurt.de